Ich hatte in den letzten vier Wochen endlich mal die Möglichkeit mir die Zeit für die beiden VCAP Zertifizierungen zu nehmen, da bei jeder dieser knapp ein Arbeitstag verloren geht. Beide Prüfungen sind im Vergleich zur VCP Prüfung deutlich schwieriger – genauer gesagt ist die VCP Prüfung ein Spaziergang dagegen. Da ich keine Vorbereitungszeit hatte und meine letzte VMware Schulung ESX 2.5.x und VC 1.x als Thema hatten, waren teilweise die Fragen hauptsächlich aufgrund des VMware Jargons schwierig oder teilweise schwer verständlich. Vor allem bei der VCAP-DCD Prüfung ist der VMware Design Workshop mit Sicherheit eine enorm gute Hilfe (dies behaupte ich jetzt einfach, ohne zu wissen was darin genau vorkommt, anhand der gesehenen Fragen).
VCAP-DCA: ist vor allem wegen der knappen Zeit schwierig – zu Anfang denkt man zwar dass etwas mehr als 4 Stunden problemlos ausreichen sollten, aber durch die Live-Konfigurationen, Skripte, Kommandozeilenaktionen statt Multiple-Choice vergeht doch sehr viel Zeit. Ich hatte selbst zu wenig Zeit für die letzten beiden Aufgaben (insgesamt 31). Zum größten Teil sind die Aufgaben gut lösbar und mit mehrjähriger VMware Erfahrung hat man auch ohne Vorbereitung gute Karten. Kommandozeile (esxcli, esxtop), PowerCLI, PVLANs und dvSwitches sollte man sehr gut beherrschen. Fies sind Fragen zu VMX Konfigurationsparameter, die man eigentlich nur selten bis garnicht benötigt und eher durch Google findet als diese auswendig zu lernen. Außerdem darf man wie immer die Beschreibungstexte nicht unterschätzen und diese sehr genau durchlesen, sonst konfiguriert man schnell etwas falsch. Ich hatte bspw. mein PowerCLI Skript auf dem falschen System abgelegt, was mich nochmals 10 Minuten kostete. Leider muss man auch nach der Prüfung sich noch in Geduld üben, da man das Ergebnis erst etwa 10 Tage später erhält. Schöner Zufall, heute als ich die VCAP-DCD bestanden habe kam ein paar Stunden später auch die Mitteilung den VCAP-DCA bestanden zu haben.
VCAP-DCD: eine reine Multiple Choice Prüfung bei der einem aber auch die lange Zeit ausgehen kann (ebenfalls über 4 Stunden), da es 112 Fragen sind. Der größte Gegner bei dieser Prüfung ist die eigene Konzentration – bei mir lies diese nach ca. 60 Fragen (teilweise mit sehr langen Texten) deutlich nach und ich wollte nur noch fertig werden. Wie bereits erwähnt sollte man den VMware Jargon für Planung und Design kennen und auch wissen was mit RTO und RPO gemeint ist. Mir kam es persönlich vor als würde überdurchschnittlich viel Storage-Knowhow abgefragt. Wer dort etwas schwach auf der Brust ist, wird die Prüfung voraussichtlich nicht bestehen und sollte vorher pauken.
Als Fazit würde ich definitiv behaupten, dass beide Prüfungen nicht mit Halbwissen oder dem Lesen von Braindumps zu bestehen sind. Beides sind Grundvoraussetzungen, damit eine solche Zertifizierung wirklich als Kompetenzauszeichnung gelten kann.