Wie auf virtualization.info zu lesen ist, arbeitet der BIOS-Marktführer im PC Bereich an einem eigenen Hypervisor, welcher direkt im BIOS integriert wird.
Dieser Hypervisor, namens HyperCore, stellt eine Systemumgebung (HyperSpace) zum Betrieb von Desktopbetriebssystemen wie Windows Vista bereit.
Interessant ist sicherlich, dass der HyperCore direkt aus dem BIOS bootet und damit direkt auf der Hardware aufsetzt, was ihm den Namen true bare-metal Virtual Machine Monitor verschafft.
Weiterhin soll die bereitgestellte Umgebung HyperSpace Basisfunktionen wie Internetbrowsing und das Ansehen von Multimedia Dateien in isolierten virtuellen Maschinen bereitstellen. Außerdem werden Sicherheitsfunktionen wie Virenschutz zur Verfügung stehen.
Interessanterweise wurde die durch BluePill bekannte Joanna Rutkwoska eingestellt, um die Sicherheit des Hypervisors sicherzustellen.
Möglicher Erscheinungstermin und kompletter Funktionsumfang sind allerdings noch nicht bekannt.
Während derzeit die Integration von Virtualisierungsprodukten in die Serverhardware durch Hersteller wie VMware, Citrix und VirtualIron auf Hochtouren läuft, will Phoenix den Konsumentenmarkt adressieren … und Phoenix hat momentan keine Konkurrenz!
Spinnt man diese Ideen weiter, wird man in ferner oder eher naher Zukunft nicht mehr von Hardwareunterstützung bei Betriebssystemen, sondern von Hypervisor Unterstützung reden müssen. Diese Hardwareunabhängigkeit eröffnet im Servermarkt die gleichen Vorteile wie im PC Markt.
Auf ein Notebook heruntergebrochen, kann man bei fehlerhafter Hardware einfach zu einem neuen Modell greifen und die Festplatte umbauen, ohne das Betriebssystem mit neuen Treibern zu füttern oder im schlimmsten Fall neu installieren zu müssen.
Für die Hardwarehersteller bedeutet das eine Komplettumstellung, da nun die Funktionen des Hypervisors und deren Optimierung im Vordergrund stehen.
Warten wir es ab …