HBA (QLogic 4052C) iSCSI Einrichtung unter VMware Infrastruktur 3

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Aufbau

QLogic QLA4052C iSCSI Host Bus Adapter (wird unter VMware ESX als QLA4022 angezeigt)


ICECube-iSQ

cube.jpg

Einbau

Nach Einbau der QLogic 4020C Karte (nur QLogic 4020 (1 Port) und QLogic 4022 (2 Ports) iSCSI HBA werden offiziell unterstützt) erkennt der ESX 3.0.1 Server den neuen HBA automatisch und bindet diesen ein (es wird automatisch nochmals gebootet).

Ein Blick ins Konfigurationsmenü des ESX Servers zeigt den neuen HBA mit den beiden Ports, die unabhängig voneinander konfiguriert werden können.

iscsi_esx01.jpg


Konfiguration des ersten Ports

Durch Auswahl von Properties des jeweiligen HBA Ports kann man alle Informationen des iSCSI Ports einsehen:

iscsi_esx02.jpg

Änderung der IP Adresse pro Port

Die IP Adresse des HBA´s kann entweder in dessen BIOS während des Systemboot anpassen oder nach der Erkennung durch den ESX Server in den Eigenschaften (Properties -> Configure) des Ports. Ebenso kann hier der iSCSI Name angepasst werden, der im Target zum Zugriff freigegeben werden muss.

iscsi_esx03.jpg


Wichtig: Diese Änderung erfordert den Neustart des Systems


Target Konfiguration

Nachdem alle Änderungen an den iSCSI HBA´s durchgeführt wurden, müssen nur noch die Targets eingerichtet werden. Diese müssen im Gegensatz zum Software iSCSI Initiator nur im Zugriff des HBA Ports sein (IP Verbindung), die Service Console hat nichts mehr mit der Speicheradressierung zu tun. Dies ist nur einer von vielen Vorteilen die der iSCSI HBA gegenüber dem Software iSCSI Initiator haben.

Das erste Target ist unter der IP 192.168.0.180 zu finden:

iscsi_esx08.jpg

Der zweite Port des Targets präsentiert sich unter 192.168.0.181, damit ich eine Ausfallsicherheit des Target schaffen kann.

iscsi_esx09.jpg


Rescan der LUNs

So, alle Einstellungen haben geklappt und ein Rescan der HBA´s steht an.

HBA Port 1 erkennt die 3 LUNs

iscsi_esx10.jpg

HBA Port 2 funktioniert ebenfalls

iscsi_esx12.jpg


Anlegen einer VMFS Partition

Die LUN´s sind alle im Zugriff, allerdings ist sind diese noch nicht mit VMFS formatiert.

Add Storage -> Disk/LUN

iscsi_esx15.jpg


Auswahl der zu formatierenden LUN

iscsi_esx16.jpg

iscsi_esx17.jpg


Vergabe des Datastore Namens (Friendly Name)

iscsi_esx18.jpg


Angabe der Blockgröße (abhängig von der größten benötigten Datei die auf dieser LUN abzulegen ist)

iscsi_esx19.jpg


Noch ein weiterer Klick und die neue VMFS Partition wird angelegt und ist nutzbar

iscsi_esx20.jpg


Pfade

Nach der erfolgreichen Anlage der VMFS Partition sind in deren Eigenschaften auch auf den ersten Blick die zur Verfügung stehenden Pfade erkennbar.

iscsi_esx22.jpg

Da beide iSCSI HBA´s den Storage sehen, sind zwei Pade verfügbar. Bricht einer der Pfade weg, wird in kürzester Zeit auf den zweiten Pfad umgeschaltet. Ist das Netzwerk in Ordnung, laufen die virtuellen Maschinen ohne Ausfall weiter.

Fazit

Die Einrichtung des iSCSI HBA´s ist sehr simpel und ist absolut mit der Einrichtung eines FC HBA´s vergleichbar.

Gegenüber dem Software iSCSI Initiator existieren viele Vorteile, die eine Nutzung von iSCSI in Produktionsumgebungen erst ermöglichen.

Merkmal Software iSCSI Initiator iSCSI HBA
Netzwerkverbindung zum Target Service Console + VMkernel Port nur HBA Port
Performance langsam

- SCSI->TCP Ein-/und Entpacken - Berechnung CPU

- VMkernel muss TCP/IP zur Verfügung stellen

schnell

- SCSI->TCP Berechnung über HBA

- TCP/IP über HBA

Boot on iSCSI nein ja
Multipathing nein ja
Failover (Adapter Team) ja ja
Load Balancing nein manuell

Außerdem ist es in jedem Fall dringend zu empfehlen ein eigenes Speichernetzwerk für iSCSI aufzubauen und nicht über das herkömmliche Netzwerk zu arbeiten. iSCSI wird vom Hersteller VMware auch nur beim Einsatz eines seperaten Speichernetzwerk supportet.

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