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Home NFS Server für ESX

Solaris, ZFS, NFS und ESX - Ein Blick wert

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NFS ist immer mehr gefragt. Ein günstiger und trotzdem guter Storage für die ESX Farm ist eine feine Sache. Die meisten Firmen greifen dabei auf Linux zurück. Heute möchten wir eine alternative aufzeigen. Solaris von Sun Microsystems wird von VMware nicht nur unterstützt sondern hat einige große Vorteile zu anderen Systemen.
Das Filesystem ZFS mit NFS ist sehr mächtig. Mächtiger als viele denken. Leider unbekannt! Hier erfahrt ihr mehr zu Solaris ZFS... Klickt auf Weiter um eine Anleitung zu bekommen wie ihr ZFS einrichtet und um mehr Informationen zu ZFS zu bekommen. Viel Spaß! Es lohnt sich.

Was genau ist ZFS?

Kurz gesagt ist ZFS ein, von Sun Microsystems entwickeltes, 128 Bit Filesystem das bei Solaris von Haus aus mitgeliefert wird.

Wie genau könnt ihr ZFS testen?

Das geht eigentlich ganz einfach. Wir bitte euch folgende, ganz einfache Schritte auszuführen.

1. Sun Solaris x86 herunterladen

Damit ihr ZFS habt braucht ihr natürlich Solaris. Das freie Betriebssystem von Sun könnt ihr hier herunterladen. Download

Eine Alternative ist OpenSolaris mit dem Codenamen Nevada. Dies könnt ihr unter www.opensolaris.org herunterladen. Praktisch an dieser Version ist das ihr euch auch gleich den Hypervisor xVM anschauen könnt. Dieser ist in OpenSolaris bereits enthalten.

Ob ihr euch für Solaris 10 oder Solaris 11 entscheidet ist für diesen Test nicht relevant. Wir haben das ganze hier mit Solaris 11 getestet. Jetzt habt ihr alles was ihr zum installieren braucht.

2. Virtuelle Maschine anlegen

Da wir uns ja alle mit virtuellen Maschinen beschäftigen empfehlen wir euch das ganze mal in einer VM zu installieren. Das geht schnell, ist einfach und wir können alles testen was ihr braucht.  

Solaris zu installieren ist mittlerweile so einfach geworden wie bei Linux oder Windows. Die Zeiten von Skripten, unverständlichen Dialogen und seltsamen Einstellungen sind vorbei. Erstellt eine virtuelle Maschine (am besten mit mindestens  1024 MB RAM und 8 GB Festplattenspeicher), hängt die Solaris x86 ISO Datei dran und bootet die VM.
Alles ist so eingestellt, dass die Installation auf jeden Fall klappt. Es ist mittlerweile sehr einfach beschrieben.

3. Festplatten anhängen

Sobald Ihr Solaris installiert habt kann es im Prinzip auch schon los gehen! Ihr müsst die Maschine noch einmal herunterzufahren und 4x weitere Festplatten an die Maschine konfigurieren. Diese kann man dann perfekt als ZFS Pool verwenden. So haben wir eine Platte zum booten und 4 Platten als ZFS Storage. Nachdem die Rekonfiguration abgeschlossen ist solltet ihr das ganze System wieder starten und euch anmelden.

In der Bash (rechte Maustaste auf den Desktop und Terminal) könnt ihr über #disks die Platten initialisieren und über #format euch anschauen welche Platten jetzt von System erkannt wurden. Es müsste dort HDD 0-4 geben.

Alle_Festplatten_konfiguriert

4. ZFS Pool anlegen

Als nächstes müssen wir einen ZFS Pool aus den 4 Festplatten erstellen. Dafür benutzen wir folgenden einfachen Befehl:

#zpool create zfspool raidz c0d1 c1d1 c2t0d0 c2t1d0

ZPool angelegt

Was genau ist jetzt passiert?

Es wurde ein ZFS Pool über die 4 Festplatten angelegt.
Es wurde ein einzelnes Filesystem nach /zfspool angelegt.
Alles wurde im raidz erstellt. Das ist eine Art Raid5 das aber keinen batteriegepufferten Speicher mehr benötigt, da keine Schreiblücke zwischen Daten-Schreiben und Parity-Schreiben auftritt.

Mehr ist nicht zu machen! Der Pool wurde erstellt und steht direkt zur Verfügung. Das alles mit nur einem Befehl und einem Kommando.
Wenn man eine Fehlermeldung bekommt das die Datenträger nicht alle gleich groß sind kann dies mit -f für force trotzdem erstellt werden. Dies liegt in meinem System an sehr kleinen, virtuellen Festplatten.

Über #zpool list bekommt man alle aktiven Pools angezeigt. Dort sollte jetzt unser zpool erscheinen.


5. ZFS FileSystem erstellen

In diesem ZFS Pool können jetzt mehrere ZFS Filesysteme erstellt werden. Das schöne an diesen Filesystemen ist, dass diese automatisch wachsen und schrumpfen solange es der Pool zulässt.

#zfs create zfspool/esx_nfs_datastore

ZFS erstellt

Wie man sieht ist dieses ZFS Filesystem ebenfalls direkt verfügbar. Ein ZFS Filesystem wird in einem #zpool list nicht direkt angezeigt da es kein Pool ist. Hier handelt es sich um ein reines ZFS Filesystem. Da der Pool aber auch ein ZFS Filesystem ist wird dieser unter #zfs list angezeigt. Damit habt ihr ein voll funktionsfähiges ZFS im Raidz.

6. NFS Freigabe erstellen

Als nächstes müssen wir dieses ZFS Filesystem über NFS freigeben und die ESX Server so konfigurieren das VMkernel ein NFS Volume verwenden kann.
Dazu benutzen wir folgenden einfachen Befehl:

#share –F nfs –o rw,root=192.168.201.10 /zfspool/ esx_nfs_datastore

share NFS

Mit diesem Befehl erlauben wir der IP Adresse 192.168.201.10 einen root Zugriff auf die Read/Write NFS Freigabe /zfspool/esx_nfs_datastore. Die IP Adresse 192.168.201.10 ist dabei meine VMKernel IP Adresse des ESX Server.

Sollte mit mehrere ESX Servern zugegriffen werden wollen können diese einfach durch Kommas getrennt werden.

Jetzt müsst ihr nur noch euren ESX Server so konfigurieren damit dieser auf den NFS Share zugreifen kann. Das beschreiben wir erstmal nicht mehr! Wir gehen mal davon aus das ihr das schon drauf habt! *g*

share nfs

Mehr Informationen zu RAID-Z findet ihr in einem PDF , freundlicherweise zur Verfügung gestellt, von meiner Kollegin Claudia Hildebrandt. Den Download des PDF findet ihr in der Sektion "Downloads" unter den eBooks.

Hier nochmal ein paar Facts zu ZFS:


•    ZFS fasst die Funktion eines Dateisystem und Volumemanangers zusammen
•    Einfache Administration durch zwei einfache strukturierte Befehle #zpool und #zfs
•    Verbesserte Raid Funktionen
•    Snapshots
•    Jeder Block im Dateisystem wird mit einer Prüfsumme versehen damit Datenfehler automatisch erkannt und ggf. ohne eingreifen behoben werden
•    Sehr schnelles Filesystem
•    ZFS ist für sehr große Datenmengen ausgelegt, was durch die durchgängige Verwendung von 128-Bit-Zeigern erreicht wird. Die Kapazität von ZFS ist so ausgelegt, dass sie für immer ausreicht. (Klingt komisch, is aber so...)

Technische Daten:


•    128-Bit Dateisystem
•    enthält einen integrierten Volumemanager
•    248 – maximale Dateien im Dateisystem
•    16 Exbibytes – maximale Größe des Dateisystems
•    16 Exbibytes – maximale Größe einer Datei
•    3 × 1023 Pebibytes – maximale Größe jedes Pools
•    256 – maximale Anzahl an Dateien in einem Verzeichnis
•    264 – maximale Anzahl an Geräten im zPool
•    264 – Dateisysteme im zPool
•    264 – zPools im System

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Zuletzt aktualisiert am Montag, 29. Dezember 2008 um 19:22 Uhr